the vicious wretch - politisch inkorrekt und abhängig

Meine Meinung zur Politik in Deutschland, Europa, der Welt.

Böse, inkorrekt, rassistisch, unmoralisch, diskriminierend, inhuman und alles was mir linke oder grüne Ideologen, Gutmenschen und kleine Kinder -die heute das Maß der Dinge sind- noch alles an den Kopf werfen mögen.

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#239 14.12.2020 Covid-19 und die Generationen: Ungleich verteilte Risiken müssen ausgeglichen werden
Nachfolgender Beitrag wurde 1:1 von der Zeitschrift: Neue Zürcher Zeitung übernommen.
Der Originalbeitrag ist hier

Covid-19 und die Generationen: Ungleich verteilte Risiken müssen ausgeglichen werden
Gemäß den Daten des Bundesgesundheitsamtes steigen die Todesfälle im Zusammenhang einer Ansteckung mit dem Coronavirus ab dem Alter 70 dramatisch an. Stand Anfang Dezember sind 92 Prozent aller Gestorbenen über 70 Jahre alt; das mittlere Alter aller Gestorbenen beträgt 86 Jahre. Ähnlich sieht es bei den Hospitalisierungen aus. Für jüngere Menschen hingegen ist das Gesundheits- und Sterberisiko im Fall einer Corona-Infektion gering. Es ist bei 20- bis 49-Jährigen kaum höher als das Risiko, im Straßenverkehr umzukommen.
Unsichere Zukunftschancen
Die Risiken sind also sehr ungleich verteilt. Die Älteren haben ein hohes Gesundheits- und Sterberisiko. Ihr wirtschaftliches Risiko ist aber dank ihrer Rente in den meisten Fällen gering. Auch ist ihre Lebensqualität nur wenig eingeschränkt. Fernsehen, Kochen, Lesen und alte Reisefotos hervorholen kann man sogar eine Zeitlang genießen. Die Jüngeren hingegen haben kaum ein Sterbe- und nur ein geringes Gesundheitsrisiko, aber sie tragen erhebliche wirtschaftliche und soziale Lasten. Diejenigen, die gegenwärtig unseren Wohlstand erarbeiten oder sich in Schule und Ausbildung darauf vorbereiten, bangen zu einem großen Teil um ihre Existenz oder ihre Zukunftschancen.
Hinzu kommt, dass viele durch Quarantäne und Homeschooling geschädigte Kinder weniger lernen und zu einem deutlich höheren Anteil pädagogischer und psychologischer Betreuung bedürfen. Diese steht aber nicht ausreichend zur Verfügung, weil zahlreiche Betreuungspersonen selber in Quarantäne stecken. Auch wird die Lebensqualität der Jungen stark beeinträchtigt. Sie können ihre Treffpunkte in Klubs, an den Hochschulen und anderen Ausbildungsorten nicht mehr aufsuchen, vom Reisen ganz zu schweigen. Sie müssen zukünftig – bei geringeren Einkommenschancen wegen der verordneten massiven Rezession – neben der steigenden Rentenlast auch noch die steigende Last der Corona-Schulden tragen.
Strategiewechsel
Aber wollen die Älteren überhaupt so viele Opfer? Erwarten sie von den Jüngeren die Hinnahme massiv verschlechterter gegenwärtiger und zukünftiger Lebensbedingungen? Wir – die wir selber zu den Älteren gehören – sagen Nein. Wir müssen ernsthaft über einen Strategiewechsel nachdenken: Diejenigen, die nur ein geringes Gesundheits- und Sterberisiko tragen, sollten mit vertretbaren Einschränkungen (zu denen das Maskentragen und Abstandhalten gehört) ihr normales Leben führen können. Dies, sofern nicht in einzelnen Hotspots davon abgewichen werden muss, wenn Betten- und Personalengpässe in Krankenhäusern auftreten.
Diejenigen, die aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind, sollten sich selber sorgfältig schützen und das Opfer auf sich nehmen, auf Kino, Theater, Weihnachtseinkäufe, Restaurantbesuche oder andere gesellschaftliche Anlässe zu verzichten. Auch das ungeschützte Zusammensein mit Kindern und Enkelkindern sollte vermieden werden – sogar zu Weihnachten, auch wenn es schwerfällt. Wer dies nicht will, muss das Risiko selber tragen und darf es nicht den Jungen aufbürden.
Diejenigen, die sich in Senioren- und Pflegeheimen nicht selber schützen können, müssen selbstverständlich geschützt werden. Das heutige Wissen über Ansteckungsrisiken erlaubt es – anders als im Frühjahr –, mit Tests bei Betreuungspersonen und Besuchern von Alters- und Pflegeheimen die Sicherheitsmassnahmen so zu gestalten, dass ausreichende Kontakte aufrechterhalten werden können. Dies sollte in Abstimmung mit den Wünschen der Bewohner geschehen. Das wird viel Geld kosten, aber deutlich weniger als die derzeitige Lähmung der Wirtschaft und des Ausbildungswesens. Es würde die Jüngeren und die Erwerbstätigen nicht länger überfordern, und die Chancen wären deshalb gut, dass man dies bis zum Eintreffen ausreichender Impfungen durchhalten könnte.

Margit Osterloh und Bruno S. Frey sind ständige Gastprofessoren an der Universität Basel und Forschungsdirektoren des Center for Research in Economics, Management and the Arts (Crema), Zürich.

Ein Original Kommentar von: Frank Thomas vor 4 Stunden 16Empfehlungen
Ich gehöre zu diesen Alten, die ständig geschützt werden sollen, obwohl sich vor "Corona" kein Politiker ernsthaft Gedanken um mein Wohlergehen gemacht hat. Ich kann auf mich selber aufpassen! Aber Sorgen mache ich mir um meine Kinder und Enkel, denn deren Leben wird in einer furchtbaren Weise beeinträchtigt. Sorgen mache ich mir um unsere Demokratie und unser Rechtssystem, denn kaum ein Politiker wird einmal erhaltene Machtbefugnisse wieder freiwillig abgeben. Also schützt meinetwegen Alte und Kranke, aber gönnt dem Rest der Menschen ein anständiges Leben!
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